So. Okt 2nd, 2022

Wer sich für die Rinderhaltung interessiert und sich Rinder anschaffen möchte, muss sich zunächst mit den grundlegenden Ansprüchen der Tiere und einer artgerechten Haltung vertraut machen. Die natürlichste Haltungsform ist die Weidehaltung, dabei gibt es allerdings ein paar wichtige Dinge zu beachten.

Natürliche Haltungsform von Rindern

Wer sich einmal ansieht, wie die Wildrinder leben, kann davon ableiten, was für die Huftiere artgerecht ist. Rinder leben in Herdenverbänden mit fester Rangordnung. In der freien Natur halten sie sich in unterschiedlichen Gebieten und Klimazonen auf. Hausrinder auf der Weide benötigen einen Schutz gegen die direkte Sonnenstrahlung. Ideal sind Baumgruppen, wenn diese nicht vorhanden sind, müssen Wetterschutzhütten oder aufgetürmte Stromballen aufgestellt werden. Im Winter ist eine Stallhaltung nicht zwingend notwendig, robuste Rassen überstehen die kalten Tage problemlos auf der Weide. Voraussetzung ist allerdings ein ausreichender Schutz vor Wind und Nässe. Außerdem benötigen Rinder immer ein trockenes Strohlager, vor allem die empfindliche Bauch- und Euterpartie muss, wenn sich das Tier hinlegt, geschützt sein.

Ganz wichtig: Frisches Wasser rund um die Uhr

Rinder brauchen stets einen Wasserzugang. Die Tiere trinken etwa 80 Liter pro Tag, das muss ihnen auch unbedingt zur Verfügung gestellt werden. Besitzt die Weide einen natürlichen Wasserzugang in Form von einem Bach, Fluss, See oder einer Quelle, reicht das in der Regel für die Trinkversorgung aus. Nur im Winter und im Sommer, wenn die Wasserquelle einfriert oder austrocknet, muss ein Ersatz her. Ansonsten eignen sich für die Weide fahrbare Trinkfässer, welches die Rinder mittels eines mechanischen Druckhebels in Gang setzen. Diese können im Winter allerdings auch zufrieren. Für den Stall gibt es spezielle Tränkebecken, zum Beispiel die Suevia von werny. Im Winter macht es Sinn, auf beheizbare Ausführungen zurückzugreifen. Rinder können nicht längere Zeit ohne Wasser auskommen, daher ist die Wasserversorgung eine wichtige Aufgabe. Bei der ganzjährigen Freilandhaltung muss nur zugefüttert werden, wenn der Graswuchs nachlässt. Das ist im Herbst und im Winter der Fall, dann wird den Tieren Raufutter zugefüttert.

Weiteres Zubehör für Rinder

Rinder verfügen über ein ausgeprägtes Bedürfnis, sich zu scheuern und zu kratzen. Damit wehren sie Parasiten ab, was für das Wohlbefinden der Tiere unerheblich ist. Auf der Weide nutzen Rinder gern Bäume, Baumstümpfe, Pfosten im Boden oder dicke Äste zum Scheuern und Kratzen. Sollen einzelne Tiere von der Herde separiert werden, ist zudem eine spezielle Fang- und Behandlungseinrichtung sinnvoll.